Die wichtigsten Einstellungstests
Myers-Briggs-Typenindikator (MBTI)
Hintergrund: Der Myers-Briggs-Typenindikator wurde von Katharine Briggs und Isabel Myers auf der Grundlage der Typenlehre von
C. G. Jung (Psychologische Typen) entwickelt. Demnach gibt es die vier Dimensionen:
Verhalten: I - E: Introversion (nach innen gekehrt, ruhig) - Extraversion (gesellig, lebhaft)
Wahrnehmung: N - S: Intuition (holistisch, geistig orientiert) - Sensing (sinnlich, an Realität orientiert, detail orientiert)
Denken/Bewerten: F - T: Feeling (emotional, subjektiv) - Thinking (rational, geleitet vom Verstand)
Entscheiden: J - P: Judging (entschlossen, sicher) - Perceiving (offen, spontan)
Durch Kombination von Wahrnehmung und Denken ergeben sich 4 Grundtypen:
ST: Personen, die sinnlich wahrnehmen und analytisch bewerten
SF: Personen, die sinnlich wahrnehmen und gefühlsmäßig bewerten
NF: Personen, die intuitiv wahrnehmen und gefühlsmäßig bewerten
NT: Personen, die intuitiv wahrnehmen und analytisch bewerten
Durch Kombination aller 4 Dimensionen, ergeben sich 16 Grundtypen. Tabelle mit Häufigkeit des Auftretens in den USA:
Einsatzgebiete: Universell zur Persönlichkeitsdiagnostik, besonders für die Personalauswahl, wobei bestimmte Typen mit bestimmten Berufen in Verbindung gebracht werden.
Aufbau:90 Fragen oder Aussagen mit jeweils zwei vorgegeben Antwortmöglichkeiten.
Beispielfragen (Fragen im Test ähnlich):
Kommen Sie gewöhnlich mit Menschen besser aus,
a) die phantasievoll oder
b) realistisch sind?
Wenn etwas neu ist, gehören Sie gewöhnlich
a) zu den ersten, die es ausprobieren oder
b) sind Sie erstmal nicht sehr daran interessiert?
Achten Sie eher
a) auf die Gefühle anderer Menschen oder
b) auf deren Auftreten?
Wenn Sie mit Menschen zusammenkommen, was machen Sie gewöhnlich?
a) beteiligen Sie sich am Gespräch oder
b) unterhalten Sie sich nur mit jemandem, den Sie gut kennen?
Welches Wort in jedem Wortpaar sagt Ihnen mehr zu?
ruhig A B gesprächig
sanft A B hart
Produktion A B Entwurf
munter A B leise
Anstoß A B Entscheidung
Aussagekraft und Validität: Der Test gehört zu den bewährten und gut untersuchten Verfahren. In einigen Berufsgruppen sind bestimmte Typen überzufällig häufig vertreten, z.B. unter Führungskräften besonders Typen mit 'TJ'.
Stärken & Schwächen:
Sehr gut untersuchtes, bewährtes Verfahren
Theoretisch fundiert
Das Typenkonzept wird von einigen Experten angezweifelt
Leicht durchschaubar und daher manipulierbar
Zum Test-Training: Bereiten Sie sich auf psychologische Tests vor...
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